Geschichtliches und Kultur

Zur Zeit der Römer in Kärnten wurde das Vallis Lurna erwähnt, urkundlich ist das Lurnfeld seit 891 (als Liburnia) bekannt.

Die Ortschaft Möllbrücke wurde in einer zu Lienz im Jahr 1253 ausgestellten Urkunde erstmals als Mölnprukke erwähnt und war spätestens ab 1307 Sitz eines Landgerichts der Grafen von Görz.

Pusarnitz, 1072 erstmals urkundlich erwähnt, erlangte durch den Frieden von Pusarnitz überregionale Bedeutung, der im Jahr 1460 die Auseinandersetzungen zwischen Kaiser Friedrich III. und Graf Johann von Görz um die Grafschaft Cilli beendete. Möllbrücke gewann vor allem durch eine Messingfabrik, die von ca. 1597 bis 1775 bestand, überregional an Bedeutung.

Bei der Bildung von Ortsgemeinden im Jahr 1850 bildete sich auf dem heutigen Gemeindegebiet neben der alten Marktgemeinde Sachsenburg zunächst die Gemeinde Pusarnitz, die schon 1865 nach Sachsenburg eingemeindet wurde, sich aber 1889 wieder – gemeinsam mit der Ortschaft Möllbrücke – verselbständigte. 1909 spaltete sich Möllbrücke von der Gemeinde Pusarnitz ab. Die drei Gemeinden Sachsenburg, Möllbrücke und Pusarnitz wurden bei der Gemeindestrukturreform 1973 zur neuen Großgemeinde Lurnfeld zusammengeschlossen, aus der sich Sachsenburg nach einer Volksbefragung im Jahr 1992 wieder verselbständigte.

Kirche St. Leonhard

Die 1234 erstmals urkundlich erwähnte Kirche St. Leonhard im spätgotischen Stil zählt zu den schönsten unter den spätgotischen Dorfkirchen Oberkärntens. Besonders der in der Zeit zwischen 1510 und 1520 entstandene Hochaltar ist künstlerisch, wie kunsthistorisch von großer Bedeutung.
Flügelaltar in der Kirche St. Leonhard

Filialkirche St. Magdalena

Der frühromanische Bau wird erstmals während der Christianisierung im 9. Jhdt. genannt. Die "Blutmulden Sage" hält die Erinnerung an eine Auseinandersetzung zwischen christlichen Missionaren und slawischen Priestern wach.
Filialkirche St. Magdalena

Ruine Hohenburg 
und Wallfahrtskirche Maria Hohenburg

Hoch über dem breiten Talboden des Lurnfeldes liegt in 974 m Seehöhe sonnseitig eine kleine weiße Kirche, die Kirche Maria in Hohenburg. Über der Kirche erhebt sich ein senkrecht abfallender Felsen, auf dem die aus dem 9. Jahrhundert stammenden Mauerreste der einstigen Hohenburg noch zu bewundern sind. Die Burgruine Hohenburg war ehemals Sitz der Grafen von Lurn, die den Lurngau verwalteten. Aus der Burgkapelle entstand die heutige Wallfahrtskirche Maria Hohenburg, zu der man vom Gasthof "Hohenburg" über 76 Stufen gelangt. Vom Vorplatz der Kirche aus hat man eine herrliche Aussicht über Oberkärnten. Weitere Informationen finden Sie auch unter http://www.hohenburg.at/
Wallfahrtskirche Maria Hohenburg

Burgruine Feldsberg

Die Burgruine Feldsberg liegt westlich von Pusarnitz auf einer waldigen Hügelkuppe. Auf der Burg wurde am 25. Jänner 1460 der Friede von Pusarnitz unterzeichnet. Mit diesem Frieden wurde die Einheit Kärntens hergestellt, die bis heute maßgeblich blieb.
Burgruine Feldsberg

Schloss Drauhofen

Der frühbarocke Schlossbau liegt am nördlichen Drauufer und stammt aus dem 16./17. Jahrhundert und weist an den Enden der Nordost-Hauptfront je einen siebenseitigen Turm mit Pyramidendach auf. Die dreigeschoßige Anlage wurde im 20. Jhdt. durch einen Anbau an der Südwestecke erweitert. Im Inneren ist die Stuckdecke der ehemaligen Schlosskapelle erwähnenswert. Das Schloss Drauhofen ist im Besitz des Landes Kärnten und dient als Landwirtschaftliche Fachschule.
Schloss Drauhofen

Lobisser Fresken

Suitbert Lobisser, ein bedeutender Kärntner Künstler des vorigen Jahrhunderts, war stark mit Möllbrücke verwurzelt. In den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden daher zahlreiche Fresken auf  Möllbrückner Häusern, sowie Holzschnitte und einige Bilder.
Lobisser Freske

Zoggermühle

In der Zoggermühle in Stöcklern wird das Getreide heute noch so gemahlen, wie es die ansässigen Bauern seit Jahrhunderten praktizierten.
Zoggermühle